Sonntag, 29. Dezember 2013

Nichts, aber davon jede Menge

Das Outback! Unendliche Weiten!
Die letzten 10 Tage hab ich auf einer 4WD-Outback-Tour von Adelaide nach Alice Springs verbracht. Am Tag davor war ich von Sydney nach Adelaide geflogen. Nachdem mir an eben diesem Morgen aufgefallen war, dass ich einen Flug für den 18.1. und nicht den 18.12. gebucht hatte und schnell noch einen Flug für diesen Tag gefunden hab :D. Kein Wunder dass ich mehr Geld ausgebe als ich ursprünglich gedacht hatte...
Am nächsten Morgen bin ich um 6:30 an meinem Hostel abgeholt worden, und das frühe Aufstehen hat sich durch die ganze Reise gezogen. 6 Uhr, 5:30, 5 Uhr... Aber bei Tagestemperaturen von 43 Grad ist es zugegebenermaßen ein gute Idee, eine Wanderung durch die Wüste um 7 Uhr zu starten. Die meisten Nächte hab ich unter freiem Himmel verbracht, bin unter den Sternen neben dem Lagerfeuer eingeschlafen und am Morgen von heulenden Dingos aufgeweckt worden. Ganz schön klischeehaft, was?
Auf dem Weg nach Norden haben wir uns mit Aboriginalfrauen unterhalten, Aboriginalhöhlenmalereien gesehen, Geisterstädte besucht, in Pubs und Roadhouses mitten im Nirgendwo Bier getrunken, durch eine Rinderfarm die größer als Belgien ist gefahren...

Den Dog-Fence gesehen (die grösste von Menschen geschaffene Struktur, länger als die chinesische Mauer), die Opalstadt Cooper Pedy besucht, in der die Leute wegen der Hitze unter der Erde in alten Bergbaustollen wohnen, in einer heißen Quelle geschwommen (an dem Tag war es gottseidank nicht so heiß)...
Weihnachten in der Wüste verbracht: Einen Busch mit Lametta dekoriert, australische Weihnachtslieder gehört und Kängurusteaks und Stockbrot überm Lagerfeuer gebraten. Das war mal was anderes :)
Am nächsten Tag um Uluru gelaufen, am Lagerfeuer Didgeridoo gespielt, Wildpferde und -kamele gesehen, in etlichen Waterholes geschwommen und ein Schlange geküsst...
Und viel durchs Nichts gefahren. Was für mich eines der Highlights war. Es hat eine besondere Atmosphäre, stundenlang auf einer schnurgraden Straße zu fahren, links nicht als flache Steine, rechts nichts als flache Steine. Musikempfehlung dazu:
Oder einfach im Nichts zu stehen, unten der rote Sand, und über einem der endlose blaue Himmel...
Ich bin wirklich froh, diese Tour gemacht zu haben. Die grüne Ostküste von Australien und Brisbane und Sydney sind zwar schön, aber keine so besondere Erfahrung wie die Endlosigkeit des Outbacks.

Jetzt bin ich in Alice Springs angekommen, eine hässlich Ansiedlung mitten in der Wüste, deren Einwohner scheinbar zur Hälfte alkoholkranke Aboriginals sind. Ziemlich traurig. Gottseidank fahr ich morgen wieder zurück nach Adelaide. Wieder 2 Tage auf der Straße im Nichts, yay :)

Der zweitlängste Holzsteg der südlichen Hemisphäre




Geisterstadt Farina

Flinders Ranges

Tausende Fliegen


Wir lassen die Berge hinter uns und betreten das Flachland


Farina




Wir hatten sogar Regen in der Wüste

Metropole William Creek

Seltsame Statuen mitten in der Wüste

Der Dog-Fence

Das ist mal ein ernstzunehmendes Warnschild...

...sonst endet man so


Unser Guide und unser Truck

Cooper Pedy

Undergrundwohnzimmer in Cooper Pedy

Kleinanzeigen in Cooper Pedy. Man beachte die Zahlungsbedingungen


Kirche in Cooper Pedy

The Breakaways


Sonnenaufgang aus dem Truck





Von wegen alles sieht gleich aus: Die Bodenfarbe ändert sich langsam!



Oodnadatta: Ein sehr seltsamer Ort


Wunderschöne Wohnhäuser in Oodnadatta

kurz nach dem Regen, der Boden trocknet schon wieder aus

endloser Himmel



Ein paar Pfützen vom gestrigen Regen sind noch übrig


eine verlassene Rinderfarm


Mittagessen am 24.12.

Dekoration im Pub


Unser Campingplatz an Heiligabend




Ein obligatorisches Mützenfoto


Kata Tjuta, in der Nähe von Uluru






Höhlenzeichnungen an Uluru



King's Canyon



Unser Guide war "ziemlich sicher", dass das keine giftige Schlange war




Ja, das waren eine Menge tolle Fotos. Ich bin genauso beeindruckt wie ihr beiden.