Nach Habarana haben wir 3 Nächte in Kandy verbracht, der Stadt mit dem Hauptheiligtum des Sri Lankischen Buddhismus: Der Backenzahn Buddhas! (Nach Mohammeds Schnurrbart schon die zweite seltsame Reliquie. Weiss jemand wo ich einen Fußnagel von Jesus oder so finden kann?)
Naja, wie das mit Reliquien so ist, bekommt man das Ding natürlich nicht zu sehen, sondern nur den Behälter in dem es sich angeblich befindet. So auch hier: Nach ner halben Stunde Getrommel wird eine Tür aufgemacht, man wird daran vorbei geschoben und kann eine halbe Sekunde einen Blick auf eine goldene Glocke werfen, unter der der Zahn (das einzige, was nach der Verbrennung von Buddhas Leiche übrig geblieben sein soll) dann angeblich ist. Joah... Kann man machen. Muss man aber auch nicht. Man kann das Eintrittsgeld (inklusive Gebühr für die kostenpflichtige Schuhablage für Weiße) durchaus auch für Gebäck in einer der vielen Bäckereien von Kandy ausgeben, die es hier im Gegensatz zu den vorigen Städten gibt. Und die Kuchen und Brote sind gar nicht schlecht (Ob da ein Zusammenhang zum Namen der Stadt besteht? Und ob es dann ein schlechtes Zeichen ist, dass ich demnächst in einen Ort namens "Galle" fahre?)
Ziemlich cool war dagegen das Programm des nächsten Tages: Wir wollten den Botanischen Garten und ein Elefantentierheim besuchen, beides relativ weit von Kandy entfernt. Glücklicherweise wurden wir auf der Straße von einem Tuktukfahrer angesprochen: Er würde uns dahin fahren, und uns außerdem noch eine Teefabrik und einen Gewürzgarten und eine Silbermanufaktur zeigen, und das ganze für 1500 Rupien (9 Euro). Uns war natürlich klar dass das ganze eine Kaffeefahrt wird, und der Fahrer hofft dass wir bei den zusätzlichen Stops ordentlich einkaufen. Da wird er wenig Glück haben, aber das ist seine Entscheidung.
Also fahren wir los, und der erste Stop ist der Gewürzgarten. Im Prinzip ein Vorführgarten, bei dem von allen möglichen Gewürzen und Früchten (Vanille, Pfeffer, Kakao, Aloe Vera, Muskat...) ein paar Pflanzen angebaut werden. Gleichzeitig wurde uns erklärt, bei welchen Beschwerden diese im Ayurveda angewendet werden. Nachdem die Führung durch den Garten beendet wurde, haben wir sogar eine noch Massage mit Öl aus dem Garten bekommen, und danach kam der unvermeidliche Verkaufsraum. Es tut mir wirklich leid, aber ich hab kein Rheuma und brauch auch kein natürliches Viagra, und die Enthaarungscreme hätte ich vielleicht noch gekauft um mir das rasieren zu sparen, aber nicht für 30 Euro... Wir haben Ihnen dann ein paar Rupien Trinkgeld gegeben, und Alina hat eine kleine Packung Tee gekauft, aber viel Gewinn hatten sie an uns nicht.
Als wir wieder zum Tuktuk kamen, gabs zwischen unserem Fahrer und dem Verkäufer eine kurze Unterhaltung auf Singhalesisch, die klang wie: "Und, was hast du ihnen andrehen können?" - "Nur ne Packung Tee. Das sind Geizkragen" - "Na das kann ja heiter werden"
Wurde es auch, hehehe.
Als nächstes sind wir zu unserem ersten eigentlichen Ziel gefahren, dem Elefantentierheim "Millennium Elephant Foundation", die Arbeitselefanten oder Elefanten aus Privatbesitz aufnehmen, die von den ursprünglichen Besitzern nicht mehr gehalten werden können. Als wir ankamen, waren wir uns erst nicht sicher ob das nicht Tierquälerei ist, die Elefanten da zu halten und Touristen auf ihnen reiten zu lassen. Die Elefanten in Eisenketten und ihre Führer mit spitzen Metallstangen daneben sah schon ziemlich fies aus. Aber nachdem wir unseren Elefanten im Fluss "gewaschen" und ein paar Minuten auf ihm geritten sind, sind wir noch ins angeschlossene "Museum" gegangen, in dem der Hintergrund der Foundation und Erklärungen über Elefanten und -tierschutz (nicht auf Elefanten reiten, die einen Sitzkorb umgebunden haben. Das ist wie ein Korsett und schnürt seine inneren Organe ab und verursacht meistens Wunden an der Haut) ausgestellt waren, hatten wir doch ein reines Gewissen. Hunde können ja schließlich auch mit Halsband glücklich sein.
Naja, wie das mit Reliquien so ist, bekommt man das Ding natürlich nicht zu sehen, sondern nur den Behälter in dem es sich angeblich befindet. So auch hier: Nach ner halben Stunde Getrommel wird eine Tür aufgemacht, man wird daran vorbei geschoben und kann eine halbe Sekunde einen Blick auf eine goldene Glocke werfen, unter der der Zahn (das einzige, was nach der Verbrennung von Buddhas Leiche übrig geblieben sein soll) dann angeblich ist. Joah... Kann man machen. Muss man aber auch nicht. Man kann das Eintrittsgeld (inklusive Gebühr für die kostenpflichtige Schuhablage für Weiße) durchaus auch für Gebäck in einer der vielen Bäckereien von Kandy ausgeben, die es hier im Gegensatz zu den vorigen Städten gibt. Und die Kuchen und Brote sind gar nicht schlecht (Ob da ein Zusammenhang zum Namen der Stadt besteht? Und ob es dann ein schlechtes Zeichen ist, dass ich demnächst in einen Ort namens "Galle" fahre?)
Ziemlich cool war dagegen das Programm des nächsten Tages: Wir wollten den Botanischen Garten und ein Elefantentierheim besuchen, beides relativ weit von Kandy entfernt. Glücklicherweise wurden wir auf der Straße von einem Tuktukfahrer angesprochen: Er würde uns dahin fahren, und uns außerdem noch eine Teefabrik und einen Gewürzgarten und eine Silbermanufaktur zeigen, und das ganze für 1500 Rupien (9 Euro). Uns war natürlich klar dass das ganze eine Kaffeefahrt wird, und der Fahrer hofft dass wir bei den zusätzlichen Stops ordentlich einkaufen. Da wird er wenig Glück haben, aber das ist seine Entscheidung.
Also fahren wir los, und der erste Stop ist der Gewürzgarten. Im Prinzip ein Vorführgarten, bei dem von allen möglichen Gewürzen und Früchten (Vanille, Pfeffer, Kakao, Aloe Vera, Muskat...) ein paar Pflanzen angebaut werden. Gleichzeitig wurde uns erklärt, bei welchen Beschwerden diese im Ayurveda angewendet werden. Nachdem die Führung durch den Garten beendet wurde, haben wir sogar eine noch Massage mit Öl aus dem Garten bekommen, und danach kam der unvermeidliche Verkaufsraum. Es tut mir wirklich leid, aber ich hab kein Rheuma und brauch auch kein natürliches Viagra, und die Enthaarungscreme hätte ich vielleicht noch gekauft um mir das rasieren zu sparen, aber nicht für 30 Euro... Wir haben Ihnen dann ein paar Rupien Trinkgeld gegeben, und Alina hat eine kleine Packung Tee gekauft, aber viel Gewinn hatten sie an uns nicht.
Als wir wieder zum Tuktuk kamen, gabs zwischen unserem Fahrer und dem Verkäufer eine kurze Unterhaltung auf Singhalesisch, die klang wie: "Und, was hast du ihnen andrehen können?" - "Nur ne Packung Tee. Das sind Geizkragen" - "Na das kann ja heiter werden"
Wurde es auch, hehehe.
Als nächstes sind wir zu unserem ersten eigentlichen Ziel gefahren, dem Elefantentierheim "Millennium Elephant Foundation", die Arbeitselefanten oder Elefanten aus Privatbesitz aufnehmen, die von den ursprünglichen Besitzern nicht mehr gehalten werden können. Als wir ankamen, waren wir uns erst nicht sicher ob das nicht Tierquälerei ist, die Elefanten da zu halten und Touristen auf ihnen reiten zu lassen. Die Elefanten in Eisenketten und ihre Führer mit spitzen Metallstangen daneben sah schon ziemlich fies aus. Aber nachdem wir unseren Elefanten im Fluss "gewaschen" und ein paar Minuten auf ihm geritten sind, sind wir noch ins angeschlossene "Museum" gegangen, in dem der Hintergrund der Foundation und Erklärungen über Elefanten und -tierschutz (nicht auf Elefanten reiten, die einen Sitzkorb umgebunden haben. Das ist wie ein Korsett und schnürt seine inneren Organe ab und verursacht meistens Wunden an der Haut) ausgestellt waren, hatten wir doch ein reines Gewissen. Hunde können ja schließlich auch mit Halsband glücklich sein.
Danach waren wir in etwas, was vom Tuktukfahrer als "Tea factory" angekündigt wurde, was aber tatsächlich eine Ausstellung alter Teeverarbeitungsmaschinen mit anschließendem Verkaufsraum war. Wer hätte das erwartet? Naja, ich mag keinen Tee, sorry - Obwohl ich sagen muss dass ich den Schwarztee mit Milch und viel Zucker den es hier gibt, ziemlich gut finde. Aber trotzdem werd ich keinen Tee durch Asien tragen.
Also wieder keinen Gewinn an uns gemacht, und der Fahrer wurde langsam genervt und wollte früher Feierabend machen: "You really want to go botanical garden? Is boring, only flowers. And expensive" (Tatsächlich war der botanische Garten das erste Mal, dass ich mit meinem Studentenausweis günstiger (für 6,50 Euro) reingekommen bin, und das war es wert.) Also ja, wie wollen rein. "But only one hour, ok? Then you come here" - "But the garden is really huge, we don't think one hour is enough" - "Ok, one and half hour!"
Am Ende haben wir dann fast 2 Stunden drin verbracht, und uns dabei noch beeilt. Der Garten ist echt cool, mit gigantischen Bäumen und Bambussen und Flughunden in den Bäumen.
Unser Fahrer war dann endgültig mies gelaunt als wir endlich raus kamen, und hat auf der ganzen Rückfahrt kein Wort geredet. Ein bisschen schlechtes Gewissen hatten wir dann doch, deswegen haben wir ihm ein bisschen mehr als die versprochenen 1500 Rupien gegeben.
Am dritten Tag sind wir noch zu einem Riesenbuddha auf einem Hügel geklettert und haben uns "Kandytänze" angeguckt, angeblich "traditionelle Volkstänze aus der Region". War sympathisch dilettantisch, alles nicht ganz perfekt symmetrisch choreographiert, die Masken sind runtergerutscht, und der Tellerjongleur hat nach dem dritten Versuch einfach aufgegeben. Aber zumindest haben sie sich Mühe gegeben, und ich fands amüsant :-D Und außerdem hatte ich ein bisschen Heimatgefühl, weil die komplette Halle voller Weißer war.
Am dritten Tag sind wir noch zu einem Riesenbuddha auf einem Hügel geklettert und haben uns "Kandytänze" angeguckt, angeblich "traditionelle Volkstänze aus der Region". War sympathisch dilettantisch, alles nicht ganz perfekt symmetrisch choreographiert, die Masken sind runtergerutscht, und der Tellerjongleur hat nach dem dritten Versuch einfach aufgegeben. Aber zumindest haben sie sich Mühe gegeben, und ich fands amüsant :-D Und außerdem hatte ich ein bisschen Heimatgefühl, weil die komplette Halle voller Weißer war.






Du hättest zwar nicht den Fußnagel Jesus gefunden, aber wenn du auf den Adam's Peak gestiegen wärst, hättest du den Fußabdruck von Adam sehen können, nachdem er aus dem Paradies vertrieben wurde . L..G
AntwortenLöschenJoschka wir vermissen dich und wünschen dir (und uns) mehr "Gast-Autorinnen"!
AntwortenLöschenHat gedauert, bis man das obligatorische Foto mit der roten Mütze entdeckt hat - ein paar Wochen im Ausland ändern einen doch arg...:)
AntwortenLöschen