In den Cameron Highlands hatte ich zum ersten mal seit langem wieder ein seltsames Gefühl, an das ich mich aus früheren Zeiten noch dunkel erinnern konnte: Mir war kalt!
Auf 1600 Metern gelegen, brauchte man abends fast schon einen Pulli, und es war vollkommen ungewohnt dass ich abends nicht den Schweiß aus meinem T-Shirt wringen musste.
Naja, zumindest am ersten Tag. Am zweiten haben wir eine Wanderung durch den Regenwald gemacht, um die größte Blume der Welt zu finden, und da waren wir wie gewohnt nach 10 Minuten wieder triefend nass. Rafflesia heißt sie, und was sie in Größe (1m Durchmesser) investiert hat, spart sie an Schönheit (siehe Bild) und Geruch (sie riecht nach Aas, um Fliegen anzulocken). Kurios, und deswegen definitiv zwei Stunden Wanderung durch den Regenwald wert. Der war ansonsten ziemlich enttäuschend: Während man in Sri Lanka an jeder Ecke von Affen ausgeraubt oder Waranen angezischt wurde, hab ich hier nicht mal Vögel gesehen.
Und das vom Guide angepriesene "Bamboo-Beer" war dann auch nur Wasser, das sich zwischen den Lamellen des Bambus sammelt. Schwach, ganz schwach!
Aber wir konnten mit einem Ureinwohner-Blasrohr schießen, das war ganz lustig. Vielleicht sind deswegen keine Tiere mehr im Wald übrig?
Abends haben wir "Steamboat" gegessen, im Prinzip Fondue mit einer Platte Rätselfleisch und -fisch zum selber kochen. Wir konnten einiges identifizieren, aber bei einer Sorte war "Qualle" unsere stärkste Vermutung. Schmeckt so wie man sichs vorstellt.
Kann es sein, dass du dich zu sehr von Anthony Burdain bei der Auswahl deiner Speisen beeinflussen lässt?
AntwortenLöschenAch was, ich will halt nur möglichst viele Erlebnisse mitnehmen, und da gehört seltsames Essen auch dazu. Schnitzel kann ich den Rest meines Lebens noch essen ;-)
AntwortenLöschenAch was, ich will halt nur möglichst viele Erlebnisse mitnehmen, und da gehört seltsames Essen auch dazu. Schnitzel kann ich den Rest meines Lebens noch essen ;-)
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