Von Tangalle aus sind wir, den Rucksack in der Hand tragend weil schon das T-Shirt am Rücken weh getan hat, an der Südküste entlang nach Westen bis Galle gefahren. Früher mal eine holländische Festung, ist die Innenstadt auch heute noch unter ausländischer Besetzung. Nur das diesmal die Ausländer von den Einheimischen ausgebeutet werden und nicht umgekehrt. Auf jeden Fall fühlt man sich direkt wieder wie in Europa: Bars und Restaurants mit ansprechendem Design und ohne freilaufende Geckos, Klamottengeschäfte die man betreten kann ohne dass einem der Verkäufer schon von weitem anschreit und Kleidung ins Gesicht drückt, saubere Strassen mit Mülltonnen, Fußgängerzonen. Sogar Streetart gabs. Nennt mich einen nicht-weltoffenen Ignoranten, aber ich fands mal wieder ganz erholsam.
Auch von der Architektur her fühlt man sich eher wie in einer europäischen Seestadt, inklusive hübschem Leuchtturm.
Der Haken an der Sache ist natürlich dass auch die Preise europäisch sind. Und die Straßenverkäufer, die es dann doch gab, waren irgendwie penetranter und aggresiver.
Nach einer Nacht in Galle haben wir uns weiter an der Küste entlang Richtung Colombo bewegt, wobei wir mittags einen Zwischenstop in einer Stadt, deren Namen ich grade vergessen habe (kann Alina vielleicht in die Kommentare schreiben?) gemacht haben um eine Bootsfahrt durch Mangrovenwälder zu machen. Während wir da mit dem Boot über einen sanft fließenden Fluss zwischen tropischen Pflanzen und Affen gefahren sind, hab ich mich gefühlt wie in "Apocalypse now". Statt dem Vietcong haben uns aber nur ein alter Mann, der auf seiner Insel Zimt produziert und verkauft, und ein Eremitenmönch, der auf einer anderen Insel seinen kleinen Tempel pflegt, empfangen. Mit dem Mönch hatten wir eine interessante Unterhaltung über Buddhismus. Wir haben uns bestätigt gefühlt, dass er den Zahntempel von Kandy mit seinem Prunk und Gold auch albern und eher schädlich findet. Die Hauptsehenswürdigkeiten seiner Insel dagegen waren ein uraltes Klo und hunderte Jahre alte, immer noch gut erhaltene Aufzeichnungen auf Palmblättern.
Danach gings weiter nach Negombo, der Stadt nördlich von Colombo mit dem Flughafen und Touristeninfrastruktur, von wo aus Alina schon heimgeflogen ist. Ich dagegen erhol mich noch 3 Tage lang von den letzten 4 Wochen reisen und für die nächsten 4 Wochen reisen, pflege meinen Sonnenbrand, gebe mein Restgeld für "landestypische" Speisen aus (gestern: Penne alla Frutti di Mare, Cappuccino, Schokokuchen. Ganz ehrlich, ich hatte genug Reis mit Curry) und hab wie ihr merkt genug Zeit zum Blog schreiben.
So, das wars aus Sri Lanka, wir sehen uns in Bangkok!
Hallo du Weltreisender,
AntwortenLöschendie gefährlichen Affen und die vielen aufdringlichen Straßenverkäufer haben dich mittlerweile vergessen und sich auf andere Touristen gestürzt. Du kannst also ruhig deinen neuen Aufenthaltsort bekannt geben und neue Bilder einstellen ;D. L.G.